Mysorianischer Städtebund

Dem Mystorianischen Städtebund gehören die sechs großen Städte zwischen den beiden Gebirgszügen: Schwarzer Sichel und Flammengebirge an. Die Städte nennen sich Mystor, Estern, Weringen, Klee, Mergin und Bernig. Außerdem umfasst das Gebiet des Verbundes eine ganze Reihe kleinerer Städte und Dörfer. Der Bund wird von den Aristokraten (den Magiern von Mystor) beherrscht. Die Hauptstadt des Bundes ist Mystor.

Regierungsformen

Oligarchie

Im Städtebund herrscht eine Dreiklassengesellschaft. Der ersten Klasse gehören ausschließlich Magier an. Zu der zweiten Klasse gehören Beamte, Soldaten und Verwalter sowie deren Familien und die nichtmagiebegabten Familienmitglieder der Magier. Alle anderen Bewohner des Städtebundes gehören der dritten Klasse an. Unfreie und Sklaven könnte man als die vierte Klasse betrachten, doch haben sie im Mystorianischen Städtebund bestenfalls den Stellenwert eines Nutztieres. Das Mystorianische Gesetzt sieht ebenfalls eine Unterscheidung der Person vor. So darf kein Nichtmagier einen Magier eines Verbrechens beschuldigen oder über ihn Gericht halten. Das ist alleine den Magiern selbst vorbehalten.

Die Magier von Mystor

Das soziale Umfeld der Magier von Mystor ist streng hierarchisch organisiert. Die Hauptstadt des Bundes, Mystor, ist ihr Hauptsitz. Dort befindet sich auch der Sitz des ersten Großmeisters und des Meisterrats, dem nur die hochrangigsten und mächtigsten Magier des Bundes angehören. In jeder der anderen fünf Großstädten des Bundes unterhalten die Magier eine Akademie, die mehrere Funktionen erfüllt. Die Akademien sind Lehranstalten, Rekrutierungsbüros, Verwaltungsapparate und Sitze des örtlichen Magierrates zugleich. Jedes magiebegabte Kind muss ihnen mit Vollendung seines sechsten Lebensjahres übergeben werden. Die meisten Eltern im Städtebund hoffen insgeheim, einem solchen Kind das Leben zu schenken, da ein Magier in der Familie einen sozialen Aufstieg mit sich bringt, und sie außerdem fürstlich entschädigt werden (aus der Sicht des dritten Standes jedenfalls). Die Kinder werden in den örtlichen Akademien einer Prüfung unterzogen, um ihr schlafendes Potential zu ergründen. Anschließend werden die Kinder einer Akademie zugeteilt (die stärksten unter ihnen werden nach Mystor geschickt) oder den Drakoniern übergeben. In den Akademien studieren die Kinder 3x3 Jahre lang, bis sie ihre Abschlussprüfung ablegen dürfen (diejenigen, die sich als unbegabt erweisen, erleben die Abschlussprüfung meist nicht mehr). Nach erfolgreichem Abschluss begint für die angehenden Magier eine dreijährige Dienstzeit in ihrer Akademie. In dieser Zeit werden ihnen verschiedene Aufgaben von ihren Lehrmeistern übertragen. Am Ende der Dienstzeit werden die Assistenten feierlich in den Rang eines echten Magiers erhoben und sind von da an vollwertiges Mitglied der Magiergesellschaft. Um weiter in der Hierarchie der Magiergesellschaft aufzusteigen muss der frische Magier sich einen Namen machen. Dies kann er auf zwei unterschiedliche Weisen erreichen. Als Akademiker, indem er lehrt und forscht, um langsam in der akademischen Hierarchie aufzusteigen, oder als freier Magier, indem er sich um die Magierakademie und den Mysorianischen Städtebund verdient macht. Die schnellste Möglichkeit für einen freien Magier aufzusteigen ist es, eine Offizierslaufbahn in der Mystorischen Armee einzuschlagen und einen mehrjährigen Dienst an der großen Mauer abzuleisten.

Kleidung und Besonderheiten

Am auffälligsten bei den Magiern ist wohl die Tradition ihren Kopf zu scheren. Die Kleidung eines Magiers zeigt seinen Status innerhalb und außerhalb der Magiergesellschaft an. Das bevorzugte Kleidungsstück der Magier von Mystor ist eine weite Robe mit vielen versteckten Taschen. Die Farbe seiner Robe zeigt, ob er ein Magier in der Ausbildung, in den Dienstjahren, ein freier Magier oder Akademiker ist. Allen Magierroben ist eine kunstfertige Verzierung gemein, die einem geübten Auge einiges über den Magier verraten kann. So erkennt ein kundiger Betrachter an den Verzierungen unter anderem, welche Akademie der Magier besuchte, seinen Status in der Magiergesellschaft und sein aktuelles Aufgabengebiet.

Die Große Mauer

Die Große Mauer ist ein gigantisches Bauwerk von etwa 80 km Länge. Sie erstreckt sich von den östlichen Ausläufern der Schwarzen Sichel bis in die nördlichen Ausläufer des Flammengebirges. Die Mauer ist pechschwarz, fast 400 m hoch und absolut glatt. Sie entstand durch den Einsatz ungeheurer Manamassen kurze Zeit nach dem Fall des alten Reichs zum Schutz vor Vergeltungsangriffen der Insektoiden. Die Mauer besitzt zwei große Tore aus Metall. Diese sind stark befestigt und dürfen nur mit besonderen Papieren passiert werden. Am Nordtor hat sich vor der Mauer eine kleine Siedlung entwickelt, wo eintreffende Karawanen und Reisende auf eine Einreiseerlaubnis warten können. Dass der Standpunkt zwar lukrativ aber äußerst gefährlich ist, zeigt die Tatsache, dass diese Siedlung bei Angriffen der Insektoiden immer wieder zerstört und später wieder aufgebaut wurde. Durch vier Bastionen entlang der Westseite der Mauer werden die Wehrgänge und Verteidigungseinrichtungen des Bollwerks permanent durch die dort stationierten Legionen bemannt.