Die Menschen

Allgemein

Menschen werden im Durchschnitt 1,75 m groß und wiegen durchschnittlich 75 kg. Sie haben eine geringere Körperbehaarung als die meisten Rassen, doch mehr als Elben. Die Hautfarbe reicht von rosig-weiß über sonnengebräunt bis hin zu ebenholzfarben. Ihre Haarfarbe bietet die gesamte Farbpalette von verschiedene Blond-, Braun- und Schwarztönen. Menschen sind spätestens mit Vollendung ihres 18. Lebensjahres voll ausgewachsen (mit ca. 14 Jahren zeugungsfähig) und werden ca. 80 Jahre alt.

Da die Menschen eines der Völker darstellen, die nicht von Lunaria stammen, sondern durch die Weltentore kamen, sind sie in drei großen Gebieten zu finden. Die Menschen dieser Gebiete kamen unabhängig von einander nach Lunaria und sind sich der Existenz der anderen Menschenreiche nicht bewusst.

Auf die Menschen der Bekannten Lande passt die allgemeine Beschreibung, doch gehören sie einem eher hellheutigen Menschentyp an. Ihre Hautfarbe reicht von rosig-weiß bis sonnengebräunt. Menschen anderer Hautfarben existieren für sie nur in alten Legenden und Erzählungen.

Menschen
Größe 1,60 - 1,90m
Gewichtberechnung Größe-100 in kg.
Attribute Durchschnitt
ST 10
KO 10
GE 10
RE 10
FF 10
WI 10
KL 10
WE 10
IN 10
WA 10
Aussehen 10
Magiestufe 0

Geschichte der Menschen

Legende

Ambrosius wusste schon seit seiner frühsten Kindheit, dass die Zeiten der Magie sich dem Ende neigten. Er suchte zunächst nach einer Möglichkeit, dieses Ende abzuwenden, doch musste er einsehen, dass es unumgänglich war in seiner Welt. Auch der alte Glauben geriet immer stärker in Vergessenheit.

Neue Götter und Ideen verdrängten die alten Bräuche und das Netz der magischen Energien wurde immer schwächer. Er beschloss, einen anderen Weg zu finden, und suchte viele Jahre danach. Als er erkannte, das Twr Avallach mehr war, als nur ein von Magie durchfluteter Knotenpunkt, begann eine Idee in ihm zu reifen. Er studierte das wahre Wesen von Twr Avallach mit Erlaubnis der Hüterin der Quelle und fing an, seinen Plan zu verfolgen. Damit er Erfolg haben konnte, brauchte er einen fähigen Anführer, einen mächtigen Fokus, viele kundige Helfer und die Kraft der Urwesen.

Den richtigen Anführer fand er in einem Knaben, der in seiner Welt als König Aritus bekannt werden würde. Aritus wurde durch ein magisches Schwert Excalin an Ambrosius und die alten Götter gebunden. Während Aritus dafür sorgte, dass im Lande eine gewisse Sicherheit einkehrte (die Saga von König Aritus und seinen Getreuen sollte in die Geschichte eingehen), scharte Ambrosius viele Menschen und Zauberkundige aus aller Herren Ländern um sich und suchte gleichzeitig nach Urwesen.

Aritus' Ritter waren es schließlich, die mit Ambrosius' Beistand den benötigten Fokus fanden. Als Aritus dann in seiner letzten Schlacht tödlich verwundet wurde (ganz wie Ambrosius es vorhergesehen hatte), war der Zeitpunkt gekommen, auf den er hingewirkt hatte.

Die Hüterin der Quelle heilte Aritus im Stillen von seiner Verletzung und er übernahm die Führung seines neuen Volkes. Ambrosius aber öffnete mit Hilfe des Fokus, einer großen Zahl von Zauberkundigen und neun Urwesen (besser als alte Drachen bekannt) das Tor, welches Twr Avallach eigentlich darstellte. Gemeinsam durchschritten sie die Pforte und ließen ihre alte Heimat für immer hinter sich.

Das Tor sollte noch ein Jahrhundert geöffnet bleiben, um Suchenden den Weg in die neue Welt zu weisen. Der Nebel von Twr Avallach sorgte dafür, dass es vor anderen Augen verborgen bleiben würde. Dies sollte der Anfang einer neuen Geschichte werden.

Das große Reich

So gelangten die ersten Menschen nach Lunaria und gründeten ihr erstes Reich. Die Zauberkundigen merkten schnell, dass diese Welt vor magischer Energie strotzte und ihre Zauber vielfach leichter zu wirken waren.

Da viele der Menschen aus verschiedenen Kulturen stammten und in ebenso vielen verschiedenen Zungen sprachen, führte Aritus eine neue Sprache ein, die Westländisch genannt wurde. Er ließ Schulen errichten, Straßen und öffentliche Gebäude bauen und erwies sich als guter und gerechter König.

Die Drachen, die Ambrosius geholfen hatten das Weltentor zu öffnen, hielten gute Beziehungen zu Ambrosius, obwohl sie sich nicht oft in den schnell wachsenden Ortschaften der Menschen aufhielten.

Wie von Ambrosius erhofft, trafen immer neue Suchende in der neuen Welt ein, und so wuchs das Volk der Menschen immens schnell. Die Menschen besiedelten immer mehr Land, rodeten Wälder und breiteten sich weiter aus.

Machtverschiebung

Die Nachfolger Aritus' folgten seinem Beispiel und regierten weise und besonnen. So blühte das Menschenreich immer weiter auf, trotz zunehmender Probleme an den Grenzen. Die Expansion des Reichs verlangsamte sich zunehmend, da sich im Norden immer mehr Überfälle von großen brutalen Kreaturen ereigneten.

Die Wesen waren größtenteils Oger, Trolle, Waldschrate und seltener sogar Riesen, die durch die Menschen immer weiter abgedrängt wurden. Im Süden gerieten die Menschen an eine primitive Echsenrasse, die jenseits des schnellströmenden Gelbgrund-Flusses lebten und sich als gefährliche und räuberische Gegner erwiesen.

Im Osten stießen die Menschen erstmals auf ein anderes Volk, das sich zunächst friedlich zeigte. Die Elben nahmen die Neuankömmlinge freundlich auf und erlaubten sogar, dass sich kleinere Menschengruppen in ihrer Nähe ansiedelten. Doch auch dort entwickelten sich zunehmend Spannungen. Die Art, wie die Menschen mit der Natur umgingen, missfiel den Elben sehr und sie versuchten mit wenig Erfolg, den Menschen ihre Sichtweise zu vermitteln.

Als die Situation eskalierte, brachen offene Kämpfe zwischen den Siedlern und den Elben aus. Schnell entwickelte sich ein regelrechter Krieg zwischen den Völkern. Das Reich schickte immer mehr Truppen, um die Siedlungen zu schützen und die Zahl der Todesopfer stieg schnell an.

Trotz all diesen Problemen und Blutvergießen entwickelte sich das Reich prächtig in seinem Inneren, während es an seinen Rändern ausblutete.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken ließ sich der damalige König Arito durch den Rat des Ambrosius zum ersten Hochkönig erheben und bestimmte drei Könige, die den Norden, Süden und Osten des Reichs verwalten und beschützen sollten.

Sein Plan schien zunächst aufzugehen. Die Grenzen im Norden und Süden wurden sicherer und auch an der Elbenfront gab es endlich die ersten Siege zu feiern.

Das Blatt wendete sich erneut, als die Elben anfingen Magie im Gefecht einzusetzen. Die Menschen, kannten zwar Zaubererei und wussten, dass Elben diese ebenfalls beherrschten, doch lernten sie erst jetzt deren wirkliches Potential auf schmerzhafte Weise kennen.

Hatten die Elben bisher nur Waffen eingesetzt, bekämpften sie die Menschen nun mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln. Die Menschen glaubten, dass sich alles gegen sie zu wenden begann. Die Natur, das Feuer, selbst die Erde und die Luft schienen auf der Seite der Elben zu sein.

Der amtierende Hochkönig Aragon rief seine fähigsten Zauberkundigen zusammen und forderte sie auf, dem König des Ostens durch ihre Fähigkeiten zu unterstützen. In den nächsten Jahrzehnten entwickelten die Menschen verschiedene neue Zauber, die sie gegen die Elben einsetzten.

Im Reich entstanden immer mehr Akademien, die Zauberkunst lehrten und sich auf bestimmte Gebiete konzentrierten. Mit zunehmender Macht waren einige der Magier der Meinung, dass sie mehr Privilegien im Kaiserreich erhalten sollten, da sie ja die einzigen wären, die verhindern würden, dass die Elben die Menschen vernichteten.

Doch der Hochkönig und die Könige weigerten sich, ihnen mehr Einfluss in der Regierung einzuräumen. So begann eine kleine Gruppe von Gleichgesinnten eigene Wege zu suchen, um ihren Einfluss zu erweitern.

Der Anführer dieser Gruppe war ein junger aber ausgesprochen begabten Magier namens Mystor, der das Schicksal des Reiches nachhaltig beeinflussen sollte. Die Gruppe experimentierte mit allerlei Lebewesen im Geheimen und unter dem Deckmantel, den ewigen Krieg mit den Elben zu beenden oder wenigstens die Verluste auf der eigenen Seite zu verringern.

Sie beschäftigten sich mit der Manipulation des Geistes und der Materie an sich. Durch ihre Studien und Experimente erweiterten sie ihr Wissen über die Magie ungemein. Heimlich suchten sie neue Mitglieder und manipulierten Personen zu ihrem Vorteil, wann immer es ihnen möglich war. Nach etlichen Jahren der Vorbereitungen, Rückschlägen und Durchbrüchen begannen sie eine eigene Armee magisch veränderter Wesen und Chimären zu erschaffen.

Der Magierkrieg

Der folgende Krieg, der in der Hauptstadt des Reiches seinen Anfang nahm, traf den Hochkönig und seinen Hofstaat als erstes. Innerhalb einer Nacht überrannten die Horden der Magier die Hauptstadt.

Der Krieg entwickelte sich für die abtrünnigen Magier zuerst zu ihrer vollsten Zufriedenheit. Die Truppen des getöteten Hochkönigs konnten ihren überzüchteten Kreaturen nur schwer Widerstand leisten und wurden immer weiter aufgerieben.Tausende Unschuldige verloren durch die Monstrositäten der Magier ihr Leben, während ihr Einflussbereich sich schnell ausbreitete. Hunderttausende Menschen waren auf der Flucht und versuchten das Kernland des Reiches zu verlassen und bei den verbleibenden Königen Zuflucht zu finden.

Nachdem sie das Kernland des Reiches endgültig in ihrer Hand hielten, wandten sich die Magier den übrigen Königen zu. In ihrer Überheblichkeit teilten sie ihre Truppen und zogen gegen alle drei Könige aus, um sie zu unterwerfen.

In den folgenden Schlachten behielten die Magier weiterhin die Oberhand. Der König des Südens wies seine Truppen an, vor allem die Magier auszuschalten, die ihre Chimärenarmee unter Kontrolle hielten. Als sich die Reihen der Magier zu lichten begannen, wurde ihr Einfluss über ihre Geschöpfe zunehmend geringer. Doch bemerkten sie diesen Umstand erst, als es zu spät war und sich ihre Wesen gegen sie erhoben. Befreit aus ihrer Knechtschaft begannen sie alles zu zerstören, was sie erreichen konnten. Doch begannen auch einige wenige sich zu vermehren. Der Süden des Landes wurde ertränkt in Blut.

Jeder, der es konnte, versuchte dem Horror zu entfliehen. Viele suchten ihr Glück weiter im Süden, in der Hoffnung, dass der Gelbgrund-Fluss die Monster aufhalten würde, oder schlugen sich durch den Sumpf oberhalb der Zwei Finger.

Sie gründeten die späteren Städte Korinor und Drachenstein.

Während der Süden im Chaos versank, trieben die Magier ihre Armeen weiter an, um den Norden und Osten des Reichs zu erobern. Eine Stadt nach der anderen musste kapitulieren oder wurde geschleift.

Der König des Nordens befahl sein Volk in die Hände der Druiden- und Hexenzirkel, von denen er glaubte, dass sie die Einzigen waren, die es nach ihm noch beschützen konnten. Er wies sie an, weiter nach Norden zu ziehen, um in Sicherheit zu gelangen.

Er selbst stellte sich dem übermächtigen Feind mit den Resten seiner Armee. Er leistete erbitterten Widerstand, bevor er fiel und seine Truppen aufgerieben wurden, um seiner Bevölkerung einen möglichst großen Vorsprung zu gewähren.

Diese Flüchtlinge gründeten das spätere Zirkelland.

Der König des Ostens hatte eine schwierige Position. Er wurde mit einem Zweifrontenkrieg konfrontiert. Auf der einen Seite rückten die Magier weiter vor, während auf der anderen Seite die Elben seine Männer niedermachten.

Er befahl den Rückzug seiner Truppen in die Festungsstadt Bollstadt und zerstörte alle Lebensmittel, die seine Leute nicht fortschaffen konnten. Viele Flüchtlinge aus den eroberten Teilen schlossen sich seinen Truppen an.

Seinen größten Trumpf versprach er sich von den Zauberkundigen, die ihn im Kampf gegen die Elben unterstützten und nicht zu den Abtrünnigen übergelaufen waren. Als die Chimärenarmee endlich die Festungsstadt ereichte, hatte sie sich selbst schon etwas dezimiert.

Die Monstrositäten hatten angefangen sich vor Hunger über Verwundete und Schwächere aus ihren eigenen Reihen herzumachen, ohne dass die Magier es unterbinden konnten. Sie hatten große Probleme, die ausgehungerten Horden unter Kontrolle zu halten, und wurden von den Magiekundigen der anderen Seite noch weiter gestört.

So kam es, dass Bollstadt dem Ansturm der Kreaturen standhalten konnte. Viele der Flüchtlinge flohen trotzdem weiter nach Nordosten und Osten aus Angst, Bollstadt könne doch noch fallen und gründeten dort neue Siedlungen.

Aus ihnen erwuchsen die Freien Städte.

Das Magierreich

Nachdem die Magier den Norden eingenommen und im Osten aufgehalten wurden, begannen sie, ihr neues Reich zu formen. Durch die vielen Siege während des Krieges, glaubten sie sich in Sicherheit.

In den Menschen von Bollstadt, sahen sie keine Gefahr, sondern höchstens ein Ärgernis, um das man sich zu gegebener Zeit kümmern konnte. Mit den marodierenden Monstern im Süden glaubten sie leicht fertig zu werden, waren es doch ihre Geschöpfe, die sie mit Leichtigkeit wieder unter ihren Willen zwingen konnten. Um die Flüchtlinge im Norden würden sich die Oger, Schrate und Riesen schon kümmern, davon waren sie überzeugt.

Sie hatten nun anderes zu erledigen. Viele Menschen hatten sich ihrer Macht unterworfen und mussten nun versorgt und geführt werden, sollte sich ihre Vision erfüllen. So begannen sie den Wiederaufbau des geschändeten Reichs nicht ahnend, was sich im Süden zusammenbraute.

Von den befreiten Geschöpfen im Süden erwies sich eine Spezies als besonders überlebensfähig. Zuerst entstand nur eine einzige kleine Kolonie dieser Wesen, die eigentlich unfruchtbar sein sollten. Doch schon einige Jahre später besiedelten sie weite Teile des südlichen Gebietes des Alten Reichs.

Die Insektoiden sollten bald eine ernsthafte Bedrohung für das neue Reich der Magier werden, doch als sie dies erkannten, war es schon fast zu spät.

Sie entdeckten die Insektoiden zum ersten Mal, als ein Spähtrupp auf eine kleine Kolonie von ihnen stieß. Neugierig, was aus ihren Geschöpfen geworden war, die Dinge taten, für die sie nicht gezüchtet wurden, beschloss der Magierrat die Kolonie zu überfallen und Forschungen an ihnen zu betreiben. Der Plan schien aufzugehen und die Kolonie wurde schnell eingenommen.

Was die Magier dort machten und ob sie etwas Aufschlussreiches fanden, ging in den folgenden Wirren unter.

Der endgültige Ruin des alten Reiches

Von diesem Tage an wurde das noch junge Magierreich immer wieder von kleineren Überfällen heimgesucht. Zuerst nur von einigen Hundert Insektoiden aber nach jedem erfolgreich zurückgeschlagenen Überfall wurden es mehr.

Im Laufe der Jahre verloren die Magier immer mehr ihrer frisch erbauten Siedlungen und wurden weiter nach Norden gedrängt. Gegenschläge brachten nur kleine Erfolge aber die Angriffe der Insektoiden gingen weiter und wurden stärker und stärker.

Die Magier sahen sich schließlich gezwungen das Gebiet des alten Reiches aufzugeben und neues Land zu suchen. Im Nordwesten fanden sie einen gut geeigneten Landstrich, der weitgehend unbewohnt war.

Einzelne Flüchtlingssielungen, die dort existierten, waren keine Bedrohung für sie und wurden schnell eingenommen. Während die Magier ihr neues Land erkundeten und ihre Städte planten, schickten sie die Reste ihrer einstigen Kreaturarmee aus, um ihren Rückzug zu decken. Die frisch ausgehobenen Soldaten überwachten indes den geordneten Rückzug ihrer Untertanen.

So wurde der mystorianische Städtebund gegründet.